Gnadenlose Ehrlichkeit …

… in der Beziehungskonversation ist einerseits wünschenswert, damit das Gegenüber weiß, wie der Andere tatsächlich denkt und fühlt und verlässlich abschätzen kann, inwieweit sich eine “Investition” in die Partnerschaft (noch) lohnt. Zudem ist das Ausdrücken mit Worten ein starkes Ventil, welches verhindert, dass sich nicht-verbalisierte Gefühle “im Untergrund” anstauen und dann irgendwann (unkontrolliert) explosiv entladen. Diese “tickende Zeitbombe” kann eine Liebesbeziehung nachhaltig beschädigen, wenn nicht ganz zerstören.

Andererseits können direkte Worte bekanntlich auch destruktiv wirken und den Anderen verletzen, vor allem dann, wenn das Gefühl für das richtig Maß und den passenden Moment abhanden gekommen ist. Empathie und Feinfühligkeit gehören ebenso zum kommunikativen Handwerkszeug wie die gedankliche Hygiene, abschätzen zu können, inwieweit das eigene Gesagte, selbst wenn es der Wahrheit entspräche, eine vorsätzlich manipulative Komponente in sich trägt. Dann nämlich verliert Ehrlichkeit ihre Unschuld.





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Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 23. September 2009 um 10:54 erstellt und in der Kategorie Eigene Forschungen, Gedankensplitter, Kommunikation abgelegt. Kommentare auf diesen Artikel können mit dem RSS 2.0-Feed verfolgt werden. Es besteht die Möglichkeit, auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.

1 Kommentar für “Gnadenlose Ehrlichkeit …”

  1. Gnadenlose Ehrlichkeit … sagt:

    [...] liebesforscher.de/2009/09/23/gnadenlose-ehrlichkeit/ Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, dem 23. September 2009 um 11:00 in die Kategorie Liebe und [...]

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