Warum das Sich-sorgen um den Partner so fatal ist

Sich Sorgen zu machen hat im Allgemeinen einen guten Ruf. Oberflächlich besehen zeugt es ja davon, dass der Andere Interesse bekundet, nur das Beste für einen will.

Faktisch gesehen aber geschieht etwas anderes: Wenn sich jemand sorgt, versteckt sich dahinter zumeist Angst als Motiv. Entweder Verlustangst (ein egoistisches Gefühl!) oder aber, schlimmer noch: Die Angst wird projiziert. Und darin besteht die eigentliche Gefahr: Den Angst ist – wie Wut, Hass oder Eifersucht – eine äußerst kraftvolle Emotion, vor allem jedoch eine negative.

Und diese lenkt man dann auf den Partner. Mit Liebe hat das nichts zu tun. Vielmehr etwas mit Voodoo, auf jeden Fall kommt es einem Angriff gleich, obzwar einem subtilen.

Fatal daran ist, dass man damit im Grunde genau das herbeiführt, was man nicht will, nämlich Schadhaftes beim Liebsten, denn starke Gefühle haben eine gewaltige, eine erzeugende Wirkung. Sie manifestieren etwas.

Man kennt es im Umgang mit kleinen Kindern: “Fall nicht vom Klettergerüst!” erzeugt ein ganz anderes Verhalten beim Sprößling als “Wo kann man sich festhalten?”. Oder anders gesagt: Denk nicht an den rosaroten Elefanten, das klappt nicht. Das Bild überträgt sich – und die Konstruktion des Unerwünschten nimmt seinen Lauf.

Wohlgemerkt: Sich zu sorgen ist nicht gleichzusetzen mit Mitgefühl und auch nicht mit wohlwollenden Gedanken. Letztere mischen sich beim Anderen zwar immer noch “energetisch” ein, sind aber deutlich freilassender. Gedankenhygiene ist unerlässlich.

Oder man findet deutliche Worte. Ein guter Freund, den ich in diesem Zusammenhang besser verstehe denn je, betonte stets: “Ich verbitte mir, Dir Sorgen um mich zu machen!”




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Dieser Artikel wurde am Samstag, 6. März 2010 um 23:32 erstellt und in der Kategorie Erkenntnisse, Kommunikation, Psychologie und Liebe abgelegt. Kommentare auf diesen Artikel können mit dem RSS 2.0-Feed verfolgt werden. Es besteht die Möglichkeit, auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.

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