Verführung zwischen “Pokern” und Schmeicheln
Sie ist eine echte Gratwanderung, die Kunst der Verführung. Manchmal gelingt sie, manchmal nicht. Es hängt eben davon ab, wie schnell man “abkippt”. Auf die eine oder die andere Seite des Grates.
Die eine wäre, wenn das Schmeicheln zu schleimig wird und sich dann für den/die Umworbene(n) eklig – oder sogar erbärmlich anfühlt. Erbärmlich in den Fällen, wo man sich als Verführerende(r) durch übertriebenes Buhlen erniedrigt (was oft auch als “Notgeilheit” eingeordnet wird).
Die andere wäre, wenn der/die Verführer(in) zu sehr auf Zurückhaltung setzt und sich durch geringes Einfühlungsvermögen selbst “aus dem Spiel” katapultiert. Das Interesse am Anderen muss spürbar bleiben (wenigstens subtil nonverbal). Zu riskantes “Pokern” kann als Desinteresse eingestuft werden.
Zu viel ist also schlecht, zu wenig auch. Der gekonnte Verführer ist sich dieser Feinheiten bewusst, reagiert auf kleinste Regungen und bleibt sich dabei selber treu.









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