Telepolis: Was wir begehren, sehen wir räumlich näher
“Wir wissen, dass wir die Welt entsprechend unseren Bedürfnissen und Stimmungen sehen. Einen Aspekt dieser subjektiven Sicht auf die Wirklichkeit haben nun die Psychologen Emily Balcetis von der New York University und David Dunning von der Cornell University in Experimenten aufzeigen können. Wie sie in ihrer Studie, die in der Zeitschrift Psychological Science erschienen ist, schreiben, scheint das Begehren eines Objekts, das wir vor uns sehen, dieses räumlich näher zu rücken. Wenn das Begehrte damit in greifbare Nähe rückt, dürften wir auch eher motiviert sein, es uns anzueignen. Das Begehren treibt uns also nicht nur zum Gegenstand, sondern täuscht uns auch eine bessere Erreichbarkeit durch größere Nähe vor.” Mehr dazu hier.
Seltsam, ich dachte immer, es verhielte sich genau anders herum: Je stärker man etwas begehrt (und es dadurch in seinem Wert wachsen lässt), desto unerreichbarer scheint es uns. So verhält es sich doch auch beim Bewundern eines Menschen, den man dabei auf einen Sockel stellt. Dieses einseitige Gefälle kann allerdings zu einem Problem werden, doch das steht auf einem anderen Blatt …
































