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	<title>Liebesforscher.de &#187; Bewunderung</title>
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	<description>Auf den Spuren eines (schier) unergründlichen Phänomens</description>
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		<title>Sich selbstbefriedigen am Gegenüber &#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 08:57:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Liebesforscher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankensplitter]]></category>
		<category><![CDATA[Lust]]></category>
		<category><![CDATA[Bewunderung]]></category>
		<category><![CDATA[Projektion]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; klingt zunächst einmal paradox. Wie soll das gehen? Masturbation (als autoerotische Form der Sexualität) ist doch stets selbstbezogen.
Genau. Von &#8220;Selbstbefriedung am Anderen&#8221; spreche ich deshalb dann, wenn man sich in der Liebe – oder auch beim Sex – in Projektionen verliert. Dies geschieht viel häufiger als man glaubt. Dann etwa, wenn man beim Liebesakt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; klingt zunächst einmal paradox. Wie soll das gehen? Masturbation (als autoerotische Form der Sexualität) ist doch stets selbstbezogen.</p>
<p>Genau. Von &#8220;Selbstbefriedung am Anderen&#8221; spreche ich deshalb dann, wenn man sich in der Liebe – oder auch beim Sex – in Projektionen verliert. Dies geschieht viel häufiger als man glaubt.<span id="more-1679"></span> Dann etwa, wenn man beim Liebesakt mit dem Partner an einen anderen Menschen denkt: Die Gedanken auf lustvolle Wunschträume lenkt und nicht auf das Hier und Jetzt, auf das, was in der realen Begegnung alles an Sinneseindrücken und Sensationen erspürt und genossen werden könnte &#8230;</p>
<p>Oder subtiler: Dann, wenn man in den Anderen Dinge hineinlegt oder -sieht, die faktisch gar nicht vorhanden sind. Und ihn dafür auch noch bewundert und begehrt – für etwas, dass er <em>nicht </em>oder <em>nicht nur</em> ist. Dies können erhoffte oder unterstellte Persönlichkeitsmerkmale sein, die man dem Gegenüber (ungefragt) überstülpt, aber auch äußere, körperliche Merkmale, auf die der Partner reduziert wird.</p>
<p>Man liebt sich selbst im Anderen – und kommt folglich nie wirklich zusammen.</p>
<p>Im Grunde ein gewaltiges Missverständnis: Man täuscht nicht nur sich selbst, sondern auch den Partner, dessen wahres Wesen man – und das ist das Traurige an der Geschichte – durch die überdeckende Projektion nie richtig kennenlernen wird.</p>
<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/64eae13fb2944631a1add2ff87b44b57" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Telepolis: Was wir begehren, sehen wir räumlich näher</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 01:05:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Liebesforscher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen kurz kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Begehren]]></category>
		<category><![CDATA[Bewunderung]]></category>
		<category><![CDATA[selektive Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wir wissen, dass wir die Welt entsprechend unseren Bedürfnissen und Stimmungen sehen. Einen Aspekt dieser subjektiven Sicht auf die Wirklichkeit haben nun die Psychologen Emily Balcetis von der New York University und David Dunning von der Cornell University in Experimenten aufzeigen können. Wie sie in ihrer Studie, die in der Zeitschrift Psychological Science erschienen ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Wir wissen, dass wir die Welt entsprechend unseren Bedürfnissen und Stimmungen sehen. Einen Aspekt dieser subjektiven Sicht auf die Wirklichkeit haben nun die Psychologen Emily Balcetis von der New York University und David Dunning von der Cornell University in Experimenten aufzeigen können. Wie sie in ihrer Studie, die in der Zeitschrift Psychological Science erschienen ist, schreiben, scheint das Begehren eines Objekts, das wir vor uns sehen, dieses räumlich näher zu rücken. Wenn das Begehrte damit in greifbare Nähe rückt, dürften wir auch eher motiviert sein, es uns anzueignen. Das Begehren treibt uns also nicht nur zum Gegenstand, sondern täuscht uns auch eine bessere Erreichbarkeit durch größere Nähe vor.&#8221;</em> Mehr dazu <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/3/146913" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Seltsam, ich dachte immer, es verhielte sich genau anders herum:<span id="more-1403"></span> Je stärker man etwas begehrt (und es dadurch in seinem Wert wachsen lässt), desto unerreichbarer scheint es uns. So verhält es sich doch auch beim Bewundern eines Menschen, den man dabei auf einen Sockel stellt. Dieses einseitige Gefälle kann allerdings zu einem Problem werden, doch das steht auf einem anderen Blatt &#8230;</p>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/f4d7114ea0be403a8002709d960877db" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Etwas gefällt, wenn es ein Gefälle gibt</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 20:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Liebesforscher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigene Forschungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieses nette Wortspiel entstand in meinem Kopf, als ich mir mal Gedanken um die komplexen Mechanismen zwischenmenschlicher Affinität machte.
Wo ein &#8220;Gefälle&#8221; vorhanden ist, entsteht so allerlei Lebendigkeit. Aus ihm resultiert z. B. Anziehung (oder auch Abstoßung, was im Grunde das Gleiche ist nur mit anderem Vorzeichen), wechselseitige, wenn mehrere Ebenen überlagert sind, oder einseitige, etwa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Dieses nette Wortspiel entstand in meinem Kopf, als ich mir mal Gedanken um die komplexen Mechanismen zwischenmenschlicher Affinität machte.</p>
<p style="text-align: left;">Wo ein &#8220;Gefälle&#8221; vorhanden ist, entsteht so allerlei Lebendigkeit. Aus ihm resultiert z. B. Anziehung (oder auch Abstoßung, was im Grunde das Gleiche ist nur mit anderem Vorzeichen), wechselseitige, wenn mehrere Ebenen überlagert sind, oder einseitige, etwa in Form von Bewunderung, dann das Interesse am anderen, auf Körperebene das Durchströmtwerden, nicht zu vergessen das Gefühl des Verliebtseins (&#8221;Schmetterlinge im Bauch&#8221;) und andere Phänomene des &#8220;Magnetismus&#8221;.</p>
<p style="text-align: left;">Im Grunde versteckt sich dahinter simple Physik:<span id="more-1114"></span> Etwas kommt in Bewegung, ins Fließen, sobald ein Energieunterschied vorhanden ist – oder anschaulicher: eine aus der Andersartigkeit (&#8221;Gegensätze ziehen sich an&#8221;) resultierende &#8220;Höhendifferenz&#8221;.</p>
<p style="text-align: left;">Und die gibt es in Beziehungen häufig: Einmal ist der eine &#8220;oben&#8221; und fühlt sich überlegen, ein andermal ist es umgekehrt (mein Freund, der Psychologe Hans-Ulrich Schachtner, spricht hier von &#8220;Hochstatus&#8221; und &#8220;Tiefstatus&#8221;, mehr dazu in seinem spannenden Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3939924237?ie=UTF8&amp;tag=zeifuedengei-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3939924237" target="_blank">&#8220;Frech, aber unwiderstehlich&#8221;</a>). Doch auch das &#8220;Untensein&#8221; kann sich gut anfühlen, je nach Situation. Vor allem sollte man es verstehen, gerade in dieser Hinsicht spielerisch miteinander umzugehen.</p>
<p style="text-align: left;">Nicht selten verfestigt sich dennoch ungewollt eine bestimmte Konstellation, so dass einer der beiden chronisch &#8220;oben&#8221; und der andere &#8220;unten&#8221; verharrt. Ein derart erstarrtes Gefüge wieder in Fluss zu bringen, ist eine Herausforderung. Doch ist dieser Zustand immer noch vorteilhafter als gänzliche Indifferenz. Nicht umsonst heißt es: Aus Antipathie wird leichter Sympathie als aus Gleichgültigkeit.</p>
<p style="text-align: left;">Wesentlich ist meiner Meinung nach, &#8220;Gefälle&#8221; und ihre Wirkungen in einer Beziehung frühzeitig zu durchschauen und damit die Voraussetzungen zu schaffen, sich lange Zeit zu gefallen.</p>
<p><img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/993e953b8a9d4ee086e3ed8302465404" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Der Promi-Faktor in Beziehungen</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Liebesforscher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>
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		<description><![CDATA[Weshalb wirkt eine Jeanette Biedermann erotischer und anziehender auf viele Männer als die recht aparte Frau von nebenan? Und warum gibt es Groupies, die sich männlichen Rockidolen (selbst weniger gut aussehenden) auf Tourneen an die Fersen heften, willig und bereit zu allem?
Ganz einfach: Weil es den Promi-Faktor gibt. Man kennt die Stars und Sternchen aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Weshalb wirkt eine Jeanette Biedermann erotischer und anziehender auf viele Männer als die recht aparte Frau von nebenan? Und warum gibt es Groupies, die sich männlichen Rockidolen (selbst weniger gut aussehenden) auf Tourneen an die Fersen heften, willig und bereit zu allem?<span id="more-408"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ganz einfach: Weil es den Promi-Faktor gibt. Man kennt die Stars und Sternchen aus den Medien häufig besser als das eigene Umfeld: deren Leben und Liebschaften, deren Glück und Leid. Sie erhalten durch ihre umfassende Präsenz und Durchleuchtung Konturen, sind nicht mehr nur &#8220;irgendein Mensch&#8221;. Sie werden in unseren Augen bedeutender (vielleicht auch stärker, potenter, fruchtbarer – wirkt hier etwas Stammesgeschichtliches mit?) als gewöhnliche Menschen. Das macht vermutlich den Reiz aus, den Kick, einen Promi im Bett zu haben.</p>
<p style="text-align: left;">Es scheint also so: Je mehr Persönliches wir von jemandem wissen, desto interessanter wird er für uns. Dabei gilt: Je aufrichtiger und authentischer man das Innenleben offenlegt, desto mehr Interesse wird man erzeugen. (Aber Achtung: Der entsprechende Gegenspieler ist: Geheimnisse zu haben. Auch das kann beziehungsfördernd wirken, solange es dosiert eingesetzt wird. Doch dazu ein andermal mehr.)</p>
<p style="text-align: left;">Auch beim Vorgang des Verliebens wirkt der Promi-Faktor mit: Jemand aus einer Gruppe von Menschen lächelt uns an, und just in <em>den</em> vergucken wir uns dann. Logisch, weil dieser sich aus der Anonymität gelöst hat und somit zu einem Quasi-Promi wird – für uns<em> </em>zumindest.</p>
<p style="text-align: left;">Beim Chatten kennt man das Phänomen ebenso: Je länger man sich mit jemandem gut unterhält, desto begehrenswerter wird dieser und desto aufgeregter man selbst, weil ab einem bestimmten Punkt ein Wert in das Gegenüber hineingelegt wird, den man nicht so einfach aufs Spiel möchte. Das gilt für reale Begegnungen natürlich auch; beim Internetdating ist die Anonymität zu Beginn jedoch erheblich größer und somit die &#8220;Hebelwirkung&#8221; stärker.</p>
<p style="text-align: left;">Selbst in &#8220;normalen&#8221; Beziehungen kann der Promi-Faktor als Attraktivitäts-Bonus wirken. Er macht den Partner interessanter als er es ohne diesen wäre. Dann etwa, wenn wir den anderen (für etwas Bestimmtes oder ganz allgemein für sein Sosein) bewundern. Wir heben ihn nämlich damit aus der Masse heraus. Und tun uns selbst übrigens auch einen Gefallen, weil wir uns dann auch bedeutender fühlen können. Denn wenn eine Dame ihren Gefährten zum König krönt, wird sie als Auserwählte an seiner Seite ja automatisch Königin!</p>
<p style="text-align: left;">Man könnte es auch so als Frage formulieren: Wer kann und will schon jemanden lieben, der ohne Persönlichkeit ist?</p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/68e18c29071a43cab498acce9189f656" alt="" width="1" height="1" /></p>
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